Albanien / Permet / 08.09.2026

Albanien / Permet / 08.09.2026

Da unser Hotel kein Frühstück anbietet, sind wir ins Laze gegangen, in dem wir gestern zu Abend gegessen haben. Das Omlette und die Ham&Eggs waren sehr gut.

Heute soll es zu den Termal Springs in der Nähe von Permet gehen, Der Weg war – naja wie soll man sagen – abenteuerlich. Die Straße oft nicht breiter als 4 m inklusive Bankett (2-spurig). Gegenverkehr mit Bussen und LKW die sich augenscheinlich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Permanente Geschwindigkeitswechsel zwische 20 und 80 km/h und so weiter. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 43 km/h (ja ehrlich – ich habs 2 Mal nachgerechnet).

Dort angekommen, wird ca. 10 Gehminuten von der eigentlichen Attraktion geparkt. Der Weg führt durch ein Camping Resort das gerade in Bau ist und fertiggestellt sicher sehr gut wird. Sonst ist dort leider überhaupt keine Infrastruktur. Weder ein Café noch eine Toilette. Eigentlich bekommt man neben den Termal Springs gleich noch ein zweites Highlight mitgeliefert. Um dorthin zu gelangen muss man über die Kadiut Bridge gehen. Ca. 15-20 m hoch, kein Geländer, abgetretene glatte Steine, aber definitiv sehenes- und überquerenswert.

Das Baden in mehreren unterschiedlichen Thermal Pools mit ca. 30 °C ist angenehm und entspannend. Manche Pools stinken erbärmlich nach Schwefel, andere haben nur warmes klares Wasser und an den Wänden und dem Boden einen “flauschigen” Algenbewuchs, der sich wie Welpenfell anfühlt. Der Lengarica, ein Zufluss zum Vjosa – dem angeblich längsten unverbauten Wildfluss Europas – fließt direkt an den Pools vorbei und ist etwas kühler aber auch angenehm zum Baden.

Nach ca. 2 Stunden plantschen fahren wir nach Permet. Die Stadt hat uns überhaupt nicht gefallen und so sind wir nach nach wenigen Minuten wieder aufgebrochen in Richtung Tepelena.

Auf dem Weg ist uns eingefallen, dass wir etwas von Kaltwasserquellen in der unmittelbaren Umgebung von Tepelena gelesen hatten. Gesucht > Gefunden! Und zwar ein wahres Kleinod. Der Drino der ebenfalls in den Vjosa mündet, fließt praktisch neben der Straße entlang. Und in diesen münden die Kaltwasserquellen. Das Quellwasser ist ca. 10 °C kalt und der Fluss hat ca. 20 °C. Das Wasser ist kristallklar und sehr erfrischend. Beschlossene Sache ist, dass wir jeden Tag hier dort beenden werden.

Im dort gelegenen Hotel Uji i Ftohte haben wir ein schmackhaftes Abendessen genossen und sind dann ins Hotel zurück gefahren. Den Blog schreibe ich gerade bei einem Gin-Tonic in der hoteleigenen Bar.

Erkenntnisse des Tages:

  • Verkehrs- und Straßentechnisch kann es immer noch schlimmer kommen.
  • Schlaglochtiefen sind Ansichtssache
  • Tanken ist vergleichsweise teuer (2,27 EUR / l Diesel)

Für die Statistik:

  • 113 km mit 43 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 10.300 Schritte
  • 18 Stockwerke

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