Nach einem guten Frühstück im Hotel ist heute die längste Reiseetappe am Programm. Von Berat geht es heute nach Shkodra – ganz in den Norden. Das bedeutet rund 200 km in ca. 4 Stunden Fahrzeit.
Die Fahrt war wie erwartet anstrengend. Kurz hinter Kamza haben wir eine kleine Pause gemacht mit Kaffee und einem Pistazien Croissant. Es bleibt festzuhalten, dass die Straße zwischen Tirana und Durres, das schlechteste Teilstück ist. Extrem dicht befahren und die Fahrbahn in erbärmlichen Zustand, Die erlaubten 90 sind realistisch maximal 60.
Dafür ist das Stück Autobahn – die A1 – zischen Tirana Airport und dem Ende der Autobahn ca. 30 km später sehr gut ausgebaut und auch die teilweise erlaubten 130 km/h sind sehr angenehm zu fahren.
Die Fahrtgeschwindigkeit hier ist selbst auf Hauptverbindungen sehr unterschiedlich. Wie erwähnt gelegentlich 130 km/h und auf anderen Teilstücken wechselt die Geschwindigkeit in 1,1 km gezählte 9 Mal (80, 40, 20, 60, 40, 20, 50, 60, 80). Wobei sich die Frage stellt, warum die Verkehrszeichen überhaupt aufgestellt werden, da sich absolut niemand daran hält.
Im Süden des Landes ist es – selbst an Touristen HotSpots – sehr schwer jemanden zu finden, der Englisch spricht und auch versteht. Nördlich von Tirana wird das deutlich besser.
In Shodra angekommen sind wir zum Hotel Chicago gefahren und haben unser sehr geräumiges und modernes Zimmer bezogen. Und wie schon erwähnt: Der Großteil des Personals spricht und versteht englisch,
Danach geht es eine große Runde durch die Innenstadt. Leider ist es hier im Vergleich zu allen anderen Städten die wir bisher besucht haben – inklusive Tirana – sehr schmutzig auf den Straßen. Dreck wohin man blickt. In den Nebengassen noch mehr als auf den Hauptstraßen. Aber auch dort liegt unglaublich viel Müll herum.
In den Nebengassen finden sich sehr viele verlassene Häuser bis hin zu Ruinen von alten Häusern. Die haben zwar ihren Charme, aber sind uns bisher in den Stadtbildern nicht aufgefallen. Auf der Hauptstraße reiht sich eine Bar neben die Andere, nur Unterbrochen von Restaurants. Leider überbieten sich alle diese Lokale mit – mehr ober weniger erträglicher – Musik, sodaß ein Unterhalten am Tisch fast nicht möglich ist.
Trotzdem gehen wie nur einige Meter naben der Hauptstraße in die Pizzeria Semplice aus der es hervorragend nach Pizza duftet. Der Duft hat nicht betrogen. Die sizilianische Pizza aus dem Holzofen schmeckt ausgezeichnet. Preislich ist der Norden insgesamt etwas teurer als der Süden, im Semplice merkt man davon aber nichts. Positiv Aufgefallen ist uns auch, dass wir hier das erste Mal KEIN Papiertischtuch zum Essen bekommen haben.
Entgegen der allgemeinen Aussage, konnten wir im Süden durchaus immer wieder mit Karte bezahlen. Hier in Shkodra bisher eigentlich nirgendwo,
Erkenntnisse des Tages:
- Moscheen und Kirchen können – zumindest nach außen hin – problemlos nebeneinander stehen und existieren.
- Im Norden regiert das Bargeld und der Müll auf den Straßen.
- Der Blog wird besser mit Gin-Tonic
Für die Statistik:
- 199 km mit dem Auto
- 9.800 Schritte











